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ANSPRUCH

Der »Transfergedanke« der Steinbeis-Stiftung liegt dem gesamten Bildungsangebot der Steinbeis-Hochschule zugrunde. Im Wesentlichen geschieht dieser Transfer dadurch, dass alle Zertifikatslehrgänge, Bachelor- und Master-Studiengänge sowie die Promotion nach dem so genannten »Projekt-Kompetenz-Prinzip« organisiert sind. Aufgrund der qualitativen wie auch quantitativen Bedeutung von Studiengängen als Kernkompetenz der Steinbeis-Hochschule wird dieses Prinzip am Beispiel des »Projekt-Kompetenz-Studiums« (PKS) umgesetzt. Während in der traditionellen hochschulischen Ausbildung zwei Protagonisten – Hochschule und Studierender – miteinander agieren, findet das »Projekt-Kompetenz-Studium« im Zusammenspiel dreier Protagonisten statt: Hochschule, Studierender und Unternehmen.

Dabei ist das Projekt integrales Transferinstrument zwischen Theorie und Praxis: Das Projekt stellt während des SIBE-Master-Studiums sicher, dass der Studierende das zunächst noch fachallgemeine, wissenschaftlich fundierte Wissen in Handlungen innerhalb einer ganz spezifischen unternehmerischen Umwelt transferiert. Es ist genau dieses aktive Momentum des Transfers und der begleitenden beziehungsweise nachfolgenden Reflexion, durch welches schließlich Kompetenzen entwickelt werden.

Das Curriculum der SIBE und die Phasen des Projekts im Unternehmen sind eng aufeinander abgestimmt. Hierdurch wird ein unmittelbarer Wissenstransfer ermöglicht und damit auch ein Lernen am eigenen Tun. Die im Seminar erlernten wissenschaftlichen Theorien und Methoden werden von den Studierenden im Rahmen der Projektarbeit in die unternehmerische Praxis übersetzt: Als unternehmerische Wirklichkeit und als verfestigtes theoretisches Wissen. 

Der Fokus der Projekte ist dabei so vielfältig wie die Herausforderungen der Unternehmen: Innovative Wachstumsstrategien, Kostenoptimierung, Restrukturierung, neue Führungssysteme, die Erschließung neuer Zielgruppen, Entwicklung neuer Produkte etc. Die Studien- bzw. Unternehmensprojekte bilden so mögliche Vertiefungsrichtungen innerhalb der Studiengänge und stellen daher sicher, dass über die gesamte Studiendauer die individuellen Interessen und Ziele des Studierenden konsequent verfolgt und gefördert werden. 

MEILENSTEINE

Bereits Ende der 1980er verweist der Gründer und Direktor der School of International Business and Entrepreneurship (SIBE) der Steinbeis-Hochschule, Werner G. Faix, an verschiedenen Stellen auf die Probleme der bestehenden Bildungseinrichtungen. Ein Versäumnis von Schulen und Hochschulen sei es v.a., Bedingungen zu bieten, unter denen Menschen Handlungskompetenz (aus)bilden könnten. An Schulen und Hochschulen werde noch immer auf eher die reine Wissensvermittlung und die Reproduktion von Wissen in Prüfungen gesetzt. Es sei Menschen unter diesen Bedingungen kaum möglich, sich die Fähigkeit zu erarbeiten, selbstorganisiert Wissen in neuen oder unbekannten Situationen in konkrete Handlungen zu überführen. Nur im aktiven Transfer, d.h. in der Anwendung von Gelerntem in praxisrelevanten und offenen Situationen könne diese Handlungskompetenzen ausgebildet werden.

Unter dem Dach der Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung wird 1993 die »Steinbeis Akademie für Unternehmensführung« gegründet; erste Kurse finden 1995 statt – 1997 wird das Programm zum ersten Mal durch die FIBAA akkreditiert.

Im Jahr 1998 wird die Steinbeis-Hochschule Berlin gegründet. Zeitgleich wird aus der »Steinbeis Akademie für Unternehmensführung« das Transferunternehmen »Business Administration and International Entrepreneurship« herausgegründet. Dieses initiiert 1998 zusätzlich zum Executive MBA-Programm die Studienprogramme »InternationalMBA Globalisation Management« sowie »GeneralMBA Growth Management«. Beide Studiengänge werden zum ersten Mal im Februar 2003 durch die FIBAA akkreditiert. Sowohl das International wie auch das General MBA-Studienprogramm sind auf der Grundlage der Krems-Methode weiterentwickelt worden.

Folgerichtig steht die wissenschaftlich fundierte Auseinandersetzung mit einem unternehmerischen Projekt im Mittelpunkt des Studiums.

Ab dem Jahr 2008 werden diese zu einem Institutsverbund d.h. zu einer School zusammengefasst. Angeregt durch die Schwerpunkte der Studiengänge heißt dieser Verbund »Steinbeis School of International Business and Entrepreneurship« oder eben kurz SIBE. Die SIBE ist ein Transferunternehmen im Verbund der Steinbeis-Hochschule und als ein solches als eine wirtschaftlich und rechtlich selbstständige, dezentrale Einheit im Verbund der Steinbeis-Stiftung.