„Abwechslungsreicher Start ins Berufsleben“

23. November 2016
Im Gespräch mit SIBE-Studentin Nina Kraft - Projektgebendes Unternehmen während des Studiums: Solidline AG, Programm: M.Sc. in International Management

Nina Kraft studiert das Master of Science Programm an der SIBE, gemeinsam mit dem projektgebenden Unternehmen der Solidline AG. Hier ist sie in der Marketingabteilung der Zentrale tätig und betreut ein vielfälttiges Aufgabenegebiet.

Erststudium: Angewandte Medien
Zweitstudium: M.Sc. in International Management
Kurs: SMM155, Abschlussjahr: voraus. 2017


Warum das duale Studium an der SIBE?

Während meines Praktikums im Bachelorstudium Angewandte Medien mit Fachrichtung Medien-, Sport- und Eventmanagement wurde mir bewusst, dass ich nicht mehr meine Tage in der Hochschule verbringen und mich mit Hilfe von Nebenjobs über Wasser halten will. Der Plan war, direkt ins Berufsleben einzusteigen und Berufserfahrung zu sammeln. Doch wie so oft im Leben kommt alles anders als gedacht. Vor genau einem Jahr bin ich im Internet auf die SIBE gestoßen. Für mich schien das System direkt perfekt. Ich sammle Berufserfahrung, kann Geld verdienen und bilde mich zusätzlich akademisch weiter. Nachdem ich das Auswahlverfahren überstanden hatte und die Bachelorarbeit in vollem Gange war, öffneten sich durch die SIBE, schneller als gedacht, neue Türen. Passend nach meinem Abschluss im September begann für mich im Oktober ein neuer Abschnitt in einem neuen Bundesland. Mir war natürlich bewusst, dass diese zwei Jahre nicht ganz ohne Stress vorrübergehen werden, jedoch habe ich diese Möglichkeit genutzt. Die SolidLine AG, mit Hauptsitz in Walluf, sagte mir zu Beginn nicht viel. Jeder Student will natürlich in namhaften Unternehmen, wie Daimler, Bosch etc. arbeiten. Überzeugt war ich jedoch nach dem Bewerbungsgespräch mit der Personalleiterin und dem Marketingleiter. Das Arbeitsklima und die Kollegen und Kolleginnen sind für mich als Einsteiger total wichtig.

Wer ist das projektgebende Unternehmen?

Die SolidLine ist ein Software-Reseller und seit 2011 eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Bechtle AG. Das Unternehmen hat heute circa 160 Mitarbeiter und gilt somit als ein Mittelstandsunternehmen der IT-Branche. Neben dem Hauptsitz-Standort in Walluf ist die SolidLine in weiteren neun deutschen Städten vertreten. Neben erfolgreichem Vertrieb der Software »SOLIDWORKS« bietet SolidLine auch Dienstleistungen, unter anderem in Form von Anwender-Schulungen, an. Im Rahmen des M.Sc.-Studiums arbeite ich in der Marketingabteilung der Zentrale. Meiner Meinung nach ist die Arbeit im Marketing eines Mittelständlers sehr abwechslungsreich. Selbst am Morgen weiß ich noch manchmal nicht, was der Tag so für Aufgaben mit sich bringt. Hauptsächlich zuständig sind mein Kollege und ich für die Website, Newsletter, Printmaterialien, Messen und Veranstaltungen. Alle Kommilitonen und Kollegen sagten schon von Beginn an: »Du wirst selbst deine erarbeiteten Veränderungen im Unternehmen sehen und auch sehen, wie schnell das bei einem Mittelständler umgesetzt wird«. Das Thema des Projekts beinhaltet die Weiterentwicklung der Corporate Identity der Firma. Da bisher noch nicht viele Standards in der Firma festgehalten wurden und noch ziemlich viel „Wildwuchs“ betrieben wird, bin ich dafür zuständig Schritt für Schritt einen Corporate Design Guide zu gestalten. Toll an der Aufgabe für mich ist, dass ich die Umsetzung und Verwendung im Alltag miterleben darf. Außerdem helfe ich den Mitarbeitern, die SolidLine auch in deren Köpfen einheitlicher zu gestalten. Was mir besonders gut gefällt, sind die kreativen Freiräume und die wenigen Richtlinien, an die ich mich halten muss. Ganz anders als in Konzernen also. Na klar gibt es schon das Logo und natürlich sind die Farbwerte definiert. Aber wie das auf Postern, Word-Vorlagen, Messeständen und Kleidung auszusehen hat, darf ich mitentscheiden. Somit habe ich ein Thema für meine Projektstudienarbeiten und mein Chef ist zufrieden mit der Entwicklung der Corporate Identity.

Und in welchem Bereich sind Sie bei SolidLine AG eingebunden?

Involviert wurde ich direkt vom ersten Tag an in die flachen Hierarchien und den persönlichen Umgang der Kollegen und Kolleginnen. Außerdem wurde ich von Anfang an durch gleich zwei Business Mentoren rundum versorgt. Mein Vorgesetzter und Marketingleiter Felix Rösner, sowie die Personalleiterin sind somit meine Bezugspersonen in der Firma. Für mich kommt noch hinzu, dass meine Business Mentorin selbst eine SIBE Alumna ist und somit nicht nur alle Fragen rund um das Unternehmen, sondern auch über das Studium beantworten kann. Also für das berufsintegrierte Studium ein Konzern, in welchem ich nur eine Nummer gewesen wäre – nein, danke. Jeder muss selbst für sich entscheiden, was einem persönlich mehr liegt. Aber ich kann jedem nur ans Herz legen, lasst euch nicht zu sehr von dem Namen der Firma blenden und schaue auch mal hinter die Kulissen in kleineren Firmen.

Wie empfinden Sie das Studium an der SIBE nachdem Sie nun schon mitten dabei sind und Erfahrungen aus erster Hand sammeln konnten?

Für mich als fast jüngste Kursteilnehmerin lerne ich natürlich von den Anderen, die schon durch zahlreiche Auslandserfahrungen und Berufserfahrung ihren Lebenslauf füllen konnten. Hinsichtlich meiner Kompetenzentwicklung ist das Studium der SIBE ebenfalls von Vorteil. Ich lerne mich selbst und meine Charakterzüge besser kennen und weiß, wie ich meine Schwächen in Stärken umwandeln kann. In den nächsten 1,5 Jahren hoffe ich meine Kompetenzen noch weiter ausbauen zu können. Bisher gefiel mir die Woche in Berlin zu Beginn des Studiums am besten. Kommilitonen und Kommilitoninnen konnte ich so näher kennen lernen und der Kurszusammenhalt stieg direkt an. Außerdem fühlte ich mich bestärkt im Feedback meiner Mitstudenten und Studentinnen, welches ich in den Kompetenzseminaren erfahren durfte. Genau das motivierte mich gleich von Anfang an, mein Studium fortzuführen und trotz einer stressigen Zeit nicht aufzugeben.

Rückblickend möchte ich festhalten, dass ich die Entscheidung, das Masterstudium begonnen zu haben, nicht bereut habe. Auch wenn es Wochen gibt, in denen ich nur zwei Tage in meiner eigenen Wohnung schlafe und dann wieder einige Zeit aus dem Koffer lebe und auf Reisen bin: Die Mischung von Seminaren und Arbeitsalltag möchte ich nicht mehr missen. Abwechslungsreicher in das Berufsleben zu starten ist in meinen Augen unmöglich. Das Konzept der SIBE halte ich für das beste Einstiegsprogramm für Bacheloranden, die sich auch ohne Berufserfahrung berufsintegriert weiterbilden möchten.