„Ich konnte meinen eigenen Werdegang gestalten!“

19. Februar 2018
Im Gespräch mit SIBE-Alumnus Maximilian Bachmann - Projektgebendes Unternehmen während des Studiums: Carfax Europe GmbH, Programm: M.Sc. in International Management

Nach seinem Studium im Bereich International Management kam SIBE-Alumnus Maximilian Bachmann über ein Praktikum zur CARFAX Europe GmbH. Dort blieb er und bekam die Möglichkeit seine Tätigkeit mit dem berufsintegrierten M.Sc. in International Management zu verbinden. Seit seinem Abschluss 2015 hat er für CARFAX bereits verschiedene Funktionen bekleidet, u.a. als Head of BizTech & Operations, heute als Director Data, Products & Services. In dieser Funktion verantwortet er die Qualität der Softwareprodukte und arbeitet in agilen Teams von bis zu 25 Personen an der Produktentwicklung.

Erststudium: International Management
Kurs: MSc25
Abschlussjahr: 2015


Lieber Herr Bachmann, stellen Sie uns doch zunächst die CARFAX Europe GmbH vor? Was macht das Unternehmen für Sie besonders?

CARFAX erstellt Fahrzeughistorien, englisch Vehicle History Reports (VHR) und stellt diese sowohl Endverbrauchern als auch Businesskunden zur Verfügung, um sich beim Kauf und Verkauf eines Gebrauchtwagens über den Zustand des Fahrzeuges zu informieren. CARFAX kommt aus Amerika und ist seit 2007 in Europa aktiv. In den USA haben wir zurzeit rund 800 Mitarbeiter. In unserer Europa-Zentrale in München sind es ca. 50 mit Wachstumstendenz: Wir erwarten, dass wir auch im europäischen Markt ähnliche Potenziale wie in den USA ausschöpfen können.

CARFAX Europe ist ein noch verhältnismäßig kleines und dadurch flexibles und schnelles Unternehmen. Schön ist, dass wir stetig wachsen. CARFAX gibt uns als Mitarbeitern und Führungskräften die Möglichkeit uns über kurze Entscheidungswege aktiv einzubringen und Verantwortung zu übernehmen. Damit gestalten wir nicht nur die Zukunft des Unternehmens, auch unseren eigenen Werdegang können wir aktiv in die Hand nehmen.

Wie sind Sie zu CARFAX gekommen und warum haben Sie sich für ein Studium an der SIBE entschieden?

Im Erststudium habe ich International Management studiert und ein Auslandssemester in Spanien verbracht. Über ein Praktikum bin ich dann zu CARFAX gekommen und konnte einen Direkteinstieg realisieren.

Obwohl ich schon fest im Beruf stand, war für mich klar, dass ich mich weiterbilden möchte. Wichtig dabei war mir, dass ich eine Vernetzung von theoretischen Inhalten mit praktischer Anwendung schaffen möchte. Nach kurzer Internetrecherche wurde offensichtlich, dass es kein vergleichbares Angebot zu dem der SIBE gibt, das so in meinen Arbeitsalltag integrierbar ist. Diese erste Einschätzung wurde mir dann auch noch zusätzlich von einer Kommilitonin des Erststudiums bestätigt, die zwei Monate vor mir an der SIBE begonnen hat.

Hat sich Ihre Entscheidung ausgezahlt?

Diese Frage kann ich auf jeden Fall bejahen.

Zum einen konnte ich eine ideale Verbindung zwischen der Projektarbeit im Unternehmen und im Studium realisieren. Zum anderen sind im Laufe der Projektrealisierung Handlungsbedarfe identifiziert worden, die mich dann zu meiner Funktion als Head of BizTech & Operations geführt haben.

Während meines SIBE-Studiums war ich im Bereich Business Development & Data Procurement tätig. In diesem Bereich ging es im Wesentlichen um die Beschaffung der Automobildaten. Meine Aufgabe war es in diesem Zusammenhang in Spanien und Schweden Absatzkanäle zu erschließen und den technischen Anschluss an unsere Infrastruktur zu begleiten. Bereits während des Studiums wurde die Notwendigkeit der engen Verknüpfung zwischen Aufgaben des Vertriebs, des Business Development, der Datenbeschaffung wie auch der zentral aufgehängten IT ersichtlich, sodass ähnlich dem Vorbild unserer Firmenmutter in den Vereinigten Staaten eine Schnittstellenfunktion „BizTech“ ins Leben gerufen wurde, der ich dann vorstand.

Was in diesem Zusammenhang mit der SIBE zudem anzumerken ist, dass CARFAX auch meine SIBE-Kommilitonin Stefanie Nierhoff (heute Barthalon), für die Position des Financial Controller gewinnen konnte. Auch vor dem Gesichtspunkt des Netzwerks hat sich die Entwicklung sicherlich für das Unternehmen und hoffentlich ebenfalls für die Kollegin ausgezahlt.

Was würden Sie aktuellen Nachwuchskräften mitgeben, wenn es um das Thema Gestaltung der eigenen Karriere geht?

Natürlich gehört auch immer Glück und Zufall zum Thema Karriereentwicklung dazu. Ich, zum Beispiel, bin „wie die Jungfrau zum Kinde“ zu CARFAX gekommen. Dennoch sollte man sich Gedanken machen über die eigenen Vorlieben. Mir war eigentlich recht früh klar, dass ich in ein kleineres oder mittelständisches Unternehmen möchte. Andere wiederum ziehen große Konzerne, mit ihren Vorzügen, vor. Zudem denke ich, dass es hilft, über die eigenen Wünsche aktiv mit seinem Unternehmen zu sprechen, um dann gemeinsam Entwicklungsmöglichkeiten zu definieren. Mir war es dadurch möglich meinen eigenen Werdegang aktiv zu gestalten.