Motorsport eignet sich bestens zur spannungsgeladenen Kommunikation

22. Juni 2017

Nachbericht zum Unternehmerabend mit Helmut Haussmann und Norbert Haug

Erstellt von: Sandra Flint

Zur 11. Ausgabe der „Haussmann Unternehmergespräche – Zukunft durch Innovation“ am 12. Juni 2016 begrüßte der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Professor Helmut Haussmann seinen Gast Norbert Haug. Der Motorsport-Experte blickt auf eine Karriere als Chefredakteur der „auto motor und sport“, Leiter des Motorsports bei der Daimler AG sowie aktuell als Berater mittelständischer Unternehmen und ARD-Experte bei der Übertragung der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) zurück. Das Thema der Veranstaltung: „Rennsport pusht Innovation oder umgekehrt?!“

Der Einladung waren 70 Gäste gefolgt, darunter zahlreiche Alumni der SIBE – viele von ihnen arbeiten bei Daimler oder Mercedes-AMG und hatten großes Interesse an der Diskussion mit dem ehemaligen Motorsport-Chef des Konzerns.

Motorsport ist Kommunikation, und Sport ist auch Unterhaltung, so Haug – dieser Wandel wäre nicht mehr aufzuhalten. Da Kommunikation so wichtig ist, kamen die damalige Daimler-Benz AG und ihr PKW-Vorstand auf den damaligen Sportredakteur Haug zu und boten ihm die Leitung des Motorsports in dem Konzern an. Diese Funktion hatte er von Oktober 1990 bis März 2013 inne. Von den titelgebenden Innovationen hat Haug einen sehr weitgefassten Begriff: Diese sind nicht nur auf technische Neuerungen beschränkt, sondern umfassen alles, was mit Effizienzsteigerungen zu tun hat.

Wie schafft es denn der Motorsport, als Teil eines großen Konzerns innovativ und beweglich zu bleiben? Kurze Wege und Abstimmungsprozesse sind hierfür nötig, sodass die Sportabteilung weitgehend eigenständig agieren kann.
Davon profitiert der ganze Konzern: Denn der Motorsport schärft den Wettbewerbsgedanken, den Teamspirit, und er erfordert viel Disziplin – und diese Werte werden auch in das Unternehmen hineingetragen. Seine Strategie, um auch in erfolgreichen Phasen immer weiter an sich zu arbeiten: permanente Selbstreflektion – denn wenn Siegen zur Routine würde, könne man keine Kraft mehr schöpfen.

Nach der Veranstaltung fanden sich die Teilnehmer zu einem Empfang im Foyer des Hauses zusammen.