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15. November 2019

Unternehmensbesuch bei SIBE-Alumnus und Gründer Till Augner in Esslingen

Erstellt von: Nick Lange

Am 14. November lud Till Augner, Alumnus der SIBE und Gründer des Start-ups, zum Unternehmensbesuch in das mehr als 600 Jahre alte Gemäuer ein. Den zahlreichen Gästen stellte er nicht nur seinen Weg zur Selbständigkeit und die Kultur seines Unternehmens vor, er sprach auch über die Lehren, die er aus seinem bisherigen Weg ziehen konnte.

Unzufrieden mit seiner damaligen Arbeitsstätte entscheidet sich Till Augner im Jahr 2016 die sichere Welt der Arbeitnehmer zu verlassen. Er beginnt damit, in seiner Wohnung Produkte zu entwickeln, die die alltäglichen Probleme von Sportlerinnen und Sportlern lösen sollen. Der Schienbeinschonerhalter für Fußballspielende, das erste Produkt, welches Augner entwickelt und verkauft, ist eine simple, aber effektive Lösung und bis heute der meistverkaufte Artikel von SportHacks. Im Alleingang produziert, verpackt und versendet er die Ware zu Beginn seiner neuen Tätigkeit.

Zu dieser Zeit wird Till Augner klar, dass er einen Nerv getroffen hat, nicht nur mit seinem Produkt, sondern vor allem mit der Art, wie dieses entwickelt wurde. Frühzeitig entscheidet er sich dazu, die Nähe zu potentiellen Kunden zu suchen und schaltet einen Aufruf in den sozialen Medien, um Input für die Produktentwicklung zu generieren. Auf die Anfrage nach eingefleischten Amateurfußballern meldeten sich dutzende Sportler. So beginnt Augner, gemeinsam mit diesen, ihre sportlichen Alltagsprobleme zu untersuchen. Binnen kurzer Zeit wächst die Community auf mehrere hundert „SportHacker“ an.

Mit Hilfe dieser Gemeinschaft entwickelt Augner diverse weitere Produkte, unter anderem ein Energizer-Getränk. Allen Produktwünschen aus der Community nachzugehen wird für das Team von SportHacks jedoch schnell unmöglich, weshalb sich Augner dazu entscheidet, die bis zu diesem Zeitpunkt noch exklusive Community zu öffnen. Mit dieser Entscheidung verschob sich der strategische Fokus von SportHacks, von den Fußballspielenden, auf Sportler allgemein.

Mit der One24 brachte SportHacks im Jahr 2019 das erste nicht sportart-spezifische Produkt auf den Markt. Die One24 ist eine Mischung aus Reise- und Sporttasche und soll mit Hilfe verschiedenster Features Probleme lösen, die alle Sportlerinnen und Sportler beschäftigen. Ihre Innovation besteht aus der Aufteilung von verschiedenen Fächern und teils wasserdichten Materialien. Mit diesem Produkt soll das Know-how einer teuren Reisetasche mit dem Preis einer Sporttasche verbunden werden, sagt Augner.

Im Zuge der Community-Ausweitung, auf alle motivierten und ambitionierten Sportler, besteht seit November 2019 die Möglichkeit über eine Onlineanfrage der SportHacker-Gemeinschaft beizutreten. Ausreichend für die Bewerbung ist die Begründung, inwiefern man selbst sportbegeistert ist. Fällt diese Begründung überzeugend aus, wird man Teil der Community und erhält damit nicht nur die Möglichkeit, an der Produktentwicklung von SportHacks teilzuhaben, sondern sich mit anderen Sportlern weltweit auszutauschen.

Das erklärte Ziel von SportHacks ist es, die SportHacker-Community soweit auszubauen, dass bei einem gemeinsamen Event, die Stuttgarter Porsche-Arena gefüllt werden kann. An diese Vision erinnert ein großes Bild im Büro des SportHacks-Teams. Auf den Saalplan der Porsche-Arena verweist Till Augner bei der Führung durch die Arbeitsräume, die im Anschluss an seinen Vortrag stattfand. Hier wird mit jedem SportHacker, der in die Community eintritt, ein Sitzplatz im Bild durchgestrichen, bis der Saalplan gefüllt ist.