„Die praktische Vertiefung des theoretischen Wissens hat mich und meine Arbeit immens vorangebracht!“

10. Januar 2020
Im Gespräch mit SIBE-Alumnus Tim Lysk - Projektgebendes Unternehmen während des Studiums: T-Systems International GmbH, Programm: M.Sc. in International Management

Nach dem Bachelorstudium im Fach Betriebswirtschaftslehre entschied sich Tim Lysk für das berufsintegrierte Masterstudium der SIBE. In Kooperation mit der T-Systems International GmbH schloss er dieses im September 2019 erfolgreich ab.

Erststudium: Betriebswirtschaftslehre
Kurs: SMM170
Abschlussjahr: 2019


Lieber Herr Lysk, in welchem Unternehmen sind Sie jetzt, nach Abschluss Ihres Studiums, tätig? Was sind Ihre Aufgaben und was ist Ihr wichtigstes Projekt derzeit?

Ich bin jetzt in einer Unternehmensberatung, der Project Partners GmbH, tätig. Wir sind eine strategische Beratung, die sich hauptsächlich im Bereich IT spezialisiert hat. Das heißt, wir fokussieren unser Geschäft auf die drei Hauptbereiche Künstliche Intelligenz, Blockchain und SAP. In diesem thematischen Rahmen arbeiten wir an verschiedensten Projekten, das geht  von der Erschließung neuer Märkte mithilfe eigener, neuer Software, über Kundenaufträge, also die Integration von Software und ERP-Systemen, bis hin zur klassischen Unternehmensberatung. Wir entwickeln also nicht nur den strategischen Prozess für unsere Kunden, sondern wir bleiben auch bis zum Ende der Umsetzung dabei.

Meine Aufgaben liegen im Bereich Strategie- und Projektmanagement. Hier bleibe ich, solange beim Kunden, bis das Projekt abgeschlossen ist. Ich betreue also längerfristige Projekte. Mein Projekt aktuell ist im Testmanagement, für eine neue Software im Bereich KI, die wir entwickelt haben, angesiedelt. In der Regel bin ich von Montag bis Donnerstag beim Kunden eingesetzt, momentan viel in Österreich und in Deutschland. Bei meinem aktuellen Kundeneinsatz unterstütze ich die Umstellung verschiedener Enterprise Resource Planning (ERP)- Systeme. Zu diesem Zweck führe ich Bedarfs- und IST-Analysen durch, definiere gemeinsam mit den Kunden Soll-Prozesse und leite die Strategie ab. Diese implementiere ich darüber hinaus gemeinsamen mit dem Kunden. Es ist eine Mischung aus klassischer Beratung und agilem Projektmanagement.

 

Was haben Sie im Erststudium studiert? Warum haben Sie sich nach Ihrem Erststudium für ein Masterstudium an der SIBE entschieden?

Vor dem SIBE-Studium habe ich klassisch Betriebswirtschaftslehre, mit dem Schwerpunkt auf „International Management“, studiert. Das Masterstudium an der SIBE habe ich anschließend begonnen, weil es ohnehin mein Plan war, im Master dual zu studieren. Die Telefonate im Rahmen des Auswahlprozesses der SIBE haben mich darüber hinaus sehr vom Studienmodell überzeugt. Die Aussicht darauf, theoretische Inhalte mit der Praxis zu verbinden und dazu Berufserfahrung in einem der renommierten Partnerunternehmen der SIBE zu sammeln, bewog mich letztlich dazu, mich für die SIBE zu entscheiden.

 

Was haben Sie in den zwei Jahren bei Ihrem Unternehmen gemacht? Inwiefern hat Sie dies weitergebracht?

Im Verlauf der vergangenen zwei Jahre war ich bei der Deutschen Telekom AG angestellt. Hier habe ich im Bereich Business Development verschiedene Projekte betreut. In dieser Tätigkeit hat mir vor allem geholfen, dass ich die Theorie aus den Vorlesungen häufig unmittelbar auf meine Projekte anwenden konnte. Die praktische Vertiefung des theoretischen Wissens über verschiedene Marktforschungsmethoden, Methoden der Strategieentwicklung und das ganze Thema der Internationalisierung, hat mich und meine Arbeit immens vorangebracht.

 

Inwiefern profitieren Sie nach wie vor von dem Studienmodell der SIBE, dem „Experience Based Curriculum“? Und wem würden Sie ein solches Studium besonders empfehlen?

Ich denke, dass mir heute vor allem die Berufserfahrung der letzten zwei Jahre weiterhilft. In meiner Projektmanagementtätigkeit, kombiniert mit der theoretischen Methodenvermittlungen, konnte ich viel für meine gegenwärtige Arbeit mitnehmen. Ich denke, dass Projektmanagementmethoden für viele Unternehmen heute eine Grundvoraussetzung bei Bewerbern darstellen.

Das berufsintegrierte Studium würde ich allen Menschen empfehlen, die (weitere) Praxiserfahrung sammeln wollen. Außerdem auch den Leuten, die einen Vollzeit-Bachelor gemacht haben und daher noch wenig Berufserfahrung sammeln konnten. Mithilfe des SIBE-Studiums werden die Vollzeitstudierenden nach dem Master nicht bloß zu Theoretikern, sondern sie sammeln wertvolle Praxiserfahrung und lernen bereits den richtigen Arbeitsalltag kennen. Eigentlich würde ich das Studium also jedem empfehlen, der Praxis und Theorie kombinieren möchte.

 

Wie wichtig war und ist Ihr berufliches Netzwerk für Sie? Besteht Ihr Kontakt zur Hochschule oder einzelnen Kommilitonen noch?

Das Netzwerk ist meiner Meinung nach eine der wichtigsten Komponenten im Rahmen der beruflichen Karriere. Im Studium lernt man unterschiedlichste Leute kennen. Im SIBE-Studium kommen diese auch noch aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen und arbeiten in den unterschiedlichen Unternehmen. Diese Chance sollte man nutzen, um sich zu vernetzen, denn viele Jobs werden heute über Netzwerke besetzt. Mal ganz abgesehen von der Gegenwart hilft ein starkes Netzwerk aber auch für den späteren Werdegang weiter, also all dass, was in fünf, zehn oder zwanzig Jahren passiert.

Zu meinen Kommilitonen habe ich immer noch Kontakt. Nicht mehr zu so vielen, wie während der Studienzeit, aber das ist ja normal. Gegenwärtig besteht vor allem der Kontakt zu ehemaligen Studierenden der Telekom noch, aber auch zu Kommilitonen, die an meinem jetzigen Standort, in München, ansässig sind. So kenne ich es auch aus dem Bachelorstudium. Man bleibt mit einigen in Kontakt und tauscht sich regelmäßig aus, während sich mit anderen sogar Freundschaften entwickelt haben, die dann weiter gepflegt werden.

 

Woran erinnern Sie sich besonders gerne, wenn Sie an Ihre Studienzeit an der SIBE zurückdenken?

An die Auslandsstudie. Wir waren zwar nicht in Brasilien, aber Schottland war ein ebenso tolles Erlebnis. Die Vorlesungen dort, an der Edinburgh Business School der Heriot-Watt University waren beeindruckend. Und auch das kulturelle Programm hatte viel zu bieten, sodass mir die Zeit dort als wirklich sehr schön in Erinnerung bleibt.

Grundsätzlich haben aber auch die Kurse in Deutschland immer Spaß gemacht, weil man mal den ganzen Kurs wiedergesehen hat. Wir hatten in unserem Kurs generell einen starken Zusammenhalt und alle haben nach den Seminaren miteinander etwas unternommen. Besonders spannend fand ich auch, dass die Seminare von erprobten Dozenten aus der Praxis durchgeführt wurden und nicht von Theoretikern. Als Beispiel kann ich hier das Seminar von Dr. Mario Stephan nennen, der mich mit den Einblicken in seinen Alltag als Berater wirklich beeindruckt hat.

 

Gibt es etwas, das Sie den heutigen SIBE-Studierenden noch mit auf den Weg geben möchten?

Vor allem eins: Genießt die Zeit und nehmt aus dem Studium so viel mit, wie ihr könnt.

Versucht außerdem aktiv euer Netzwerk zu pflegen. Vieles in der heutigen Arbeitswelt läuft über Kontakte und in den zwei Studienjahren habt ihr genügend davon, unterschiedlichster Art, von Kommilitonen über weitere Studierende und Dozenten bis hin zu Ansprechpartnern in eurem projektgebenden Unternehmen.

Sammelt darüber hinaus in den Kursen so viele Informationen wie möglich, über die Unternehmen eurer Kommilitonen, um euer Wissen über verschiedene Branchen zu erweitern und über den Tellerrand hinauszublicken.