Maschinenbau und Management – ein erfolgreiches Zusammenspiel

Maschinenbau und Management - ein erfolgreiches Zusammenspiel
3. Dezember 2018
Im Gespräch mit SIBE-Alumnus Thorsten Ulrich - Projektgebendes Unternehmen während des Studiums: MATEC GmbH, Programm: M.Sc. in International Management

Im Anschluss an sein Bachelorstudium im Maschinenbau entschied sich Thorsten Ulrich für das International Management- Studium an der SIBE. In Kooperation mit der MATEC GmbH schloss er dieses im August 2017, als Master of Science, erfolgreich ab. Nur wenige Monate später begann er eine Tätigkeit in der europäischen Dachorganisation der Firmengruppe.

Erststudium: Maschinenbau
Kurs: SMM155
Abschlussjahr: 2017


Lieber Herr Ulrich, was machen Sie heute beruflich und wie sind Sie dort hingekommen?

Derzeit arbeite ich als Sales Manager bei der Anderson Europe GmbH. Hier bin ich für die Produkte des Mutterkonzerns aus Taiwan in Europa verantwortlich.

Nach meinem Bachelor of Engineering im Fach Maschinenbau habe ich ein berufsintegriertes Management-Masterstudium an der SIBE begonnen. Zeitgleich bin ich bei einem schwäbischen Maschinenbauunternehmen, der MATEC GmbH, als Referent der Geschäftsführung eingestiegen. Mittlerweile gehört die MATEC GmbH zur Anderson Group.

Die Anderson Group kommt aus Taiwan und hat weltweit ca. 900 Mitarbeiter. Sie hat ihr Geschäft in Europa, welches sich über drei Unternehmen erstreckt, in den Anderson European Operations gebündelt. Diese europäische Dachorganisation beschäftigt sich mit allen strategischen Projekten in den Bereichen Vertrieb, Service, Technik, Einkauf und Logistik.

Da mein Vorgesetzter während meines SIBE-Studiums verantwortlich für das Europa-Geschäft der Anderson Group wurde, habe ich die Gelegenheit bekommen mit in die durch ihn initiierte europäische Dachorganisation zu wechseln.

Hier wurde ich im Frühjahr dieses Jahres mit einer Marktstudie für die Einführung der taiwanesischen Fräsmaschinen auf dem europäischen Markt betraut. Nachdem ich diese erfolgreich durchführen konnte, bin ich mittlerweile für die entsprechende Markteinführung in Europa verantwortlich. Das beinhaltet neben dem Aufbau eines Vertriebsnetzes auch die Umsetzung von Marketingaktivitäten, sowie eines Service- und Ersatzteilgeschäftes. Daneben betreue ich auch die technische Produktentwicklung der Maschinen, um uns auch hier in der Zukunft wettbewerbsfähig zu halten.

 

Herzlichen Glückwunsch, das klingt nach einer unglaublich herausfordernden Aufgabe!

Danke, das ist es auch. Allerdings bekomme ich tolle Unterstützung aus der Europa-Zentrale und kann auf die Expertise im Maschinenbau von den Kollegen aus Taiwan, ebenso wie auf Erfahrungswerte aus den USA, zurückgreifen. Ich bin mir zudem bewusst, dass mich mein Vorgesetzter maßgeblich unterstützt hat, diese Herausforderung anzunehmen. Er gibt mir immer wieder Möglichkeiten mein Erlerntes unter Beweis zu stellen und meine Ergebnisse zu präsentieren. Kontinuierliches Lernen begleitet mich dadurch täglich.

 

Inwiefern profitieren Sie in Ihrer aktuellen Position vom Studium an der SIBE und dem Experience Based Curriculum?

Tatsächlich denke ich sehr oft an das Studium zurück, da ich viele der dort erlernten Methoden immer wieder anwende. Der Maschinenbau denkt in der Regel aus Sicht der Technik, ich habe nun die Möglichkeit mit entsprechenden Management-Werkzeugen das Europa-Board zu unterstützen. Insbesondere bei der Marktstudie war dies sehr hilfreich, da ich im Grunde genommen schon während des Studiums genau dasselbe in der Praxis bei der MATEC GmbH machen durfte und mir in diesem Rahmen den entsprechenden theoretischen Unterbau erarbeitet habe.

Für mich als Maschinenbau-Ingenieur war das Experience Based Curriculum daher tatsächlich eine ideale Ergänzung. Ich durfte nicht nur theoretisch lernen, sondern auch gleichzeitig selbst machen. In dieser Praxisorientierung sehe ich einen großen Vorteil.

Ich denke zudem, dass ich seit dem Studium über eine bessere Urteilskraft verfüge. Ich kann nun noch besser nachvollziehen wie unternehmerische Entscheidungen zu Stande kommen und sie besser bewerten. Darin sehe ich gerade für die Zukunft einen großen Mehrwert.

Aus diesem Grund möchte ich mich noch einmal recht herzlich bei der SIBE bedanken.

 

Lieber Herr Ulrich – wir danken Ihnen für den Einblick in Ihr aktuelles Tätigkeitsfeld und sind sehr gespannt auf Ihren weiteren Werdegang. Wir wünschen Ihnen dafür alles Gute!