Mein Netzwerk ist der erste Anlaufpunkt für Informationen & Empfehlungen

Mein Netzwerk ist der erste Anlaufpunkt für Informationen & Empfehlungen

Im Gepräch mit dem Studenten Gerrit Lehr

9. Juni 2017
Im Gepräch mit SIBE-Student Gerrit Lehr - Projektgebendes Unternehmen während des Studiums: Bechtle AG, Programm: M.Sc. in International Management

Erststudium: International Management
Kurs: SMM152
Abschlussjahr: 2017


In welchem Unternehmen sind Sie jetzt, nach Abschluss Ihres Studiums, tätig? Was sind Ihre Aufgaben und was ist Ihr wichtigstes Projekt derzeit?

Ich bin weiter im Bechtle Konzern angestellt, wo ich auch schon während des SIBE-Studiums gearbeitet habe. Ich beschäftige mich nun aktiv mit der Umsetzung der in Rahmen meiner Master Thesis erarbeiteten Strategie: Nachdem ich in der Thesis eine ganzheitliche Strategie zur Adressierung des neuen Geschäftsfeldes Cloud Computing erarbeitet habe, geht in nun um die Ableitung und Durchführung von notwendigen Projekten, welche unternehmensweit die Umsetzung der Strategie ermöglichen. Dadurch komme ich mit verschiedenen Abteilungen und Unternehmensbereichen in Berührung, was eine tolle neue Herausforderung ist.

Was haben Sie im Erststudium studiert? Warum haben Sie sich nach Ihrem Erststudium für ein Master-Studium an der SIBE entschieden?

Im Erststudium habe ich International Management an der FOM in Hamburg studiert. Ausschlaggebend für die SIBE war vor allem die Mischung aus Vor-Ort Seminaren und PSAs / TAs, welche mir eine optimale Integration des theoretischen Wissens in meine tägliche Arbeit ermöglicht haben. Darüber hinaus war die Aussicht auf einen Doppelabschluss und die Auslandsstudie in Brasilien sehr attraktiv, da ich durch vergangene Auslandsaufenthalte eine große Affinität zu internationalen Projekten habe.

Inwiefern profitieren Sie nach wie vor von Ihrem Experience Based Curriculum (EBC)? Und wem würden Sie ein solches Studium besonders empfehlen?

Ich konnte im Rahmen des EBC einige Kompetenzbereiche nachweislich verbessern, die mir vorher Probleme bereitet und direkt meine Karriere behindert hatten. Das Feedback von meinem Vorgesetzten und Geschäftsführer war, dass in den zwei Jahren merkliche Verbesserungen sichtbar wurden und ich dadurch wesentliche bessere Chancen auf eine Führungsposition im Unternehmen habe. Ich kann dies insbesondere Fachkräften empfehlen, die wie ich auf eine einschlägige Karriere in einem bestimmten Bereich zurückblicken, für deren Karriereziele  reine Fachkompetenz aber nicht mehr ausreicht.

Woran erinnern Sie sich besonders gerne, wenn Sie an Ihre Studienzeit an der SIBE zurückdenken?

An die Präsenzveranstaltungen in Stuttgart und die großartige Zeit mit den tollen Kommilitonen. Wir hatten einen sehr gemischten Kurs mit Studenten aus allen Branchen und konnten sehr viel voneinander lernen. Vor allem aber haben wir uns alle sehr gut verstanden, viele wertvolle Kontakte und Freundschaften geknüpft und nicht zuletzt sehr, sehr viel Spaß zusammen gehabt.

Wie wichtig war und ist Ihr berufliches Netzwerk für Sie?

Mein berufliches Netzwerk ist sowohl für meine persönliche Karriere als auch für die erfolgreiche Ausführung der Tätigkeit für mein Unternehmen essentiell. Ich pflege alle beruflichen Kontakte auf Xing und Linkedin. Da ich beruflich viel reise, versuche ich Aufenthalte in anderen Städten auch immer mit persönlichen Treffen zu verbinden, da diese meiner Erfahrung nach sehr viel wertvoller sind als reine Internetkontakte. Wenn ich spannende Herausforderungen in einem bestimmten Bereich habe oder persönlich neue Karriereoptionen prüfe, ist mein Netzwerk der erste Anlaufpunkt um mir Informationen und neue Impulse zu beschaffen. Andersherum finde ich es immer wieder spannend mich damit zu beschäftigen, welche Themen und Herausforderungen in anderen Brachen dominieren und über den Austausch mit Kontakten aus meinem Netzwerk somit neue Impulse zu bekommen.

Gibt es etwas, das Sie den heutigen SIBE-Studenten noch mit auf den Weg geben möchten?

Sie sollten auch nach Beginn des Studiums weiter aufgeschlossen für neue Eindrücke bleiben. Oft bilden sich in den Kursen Gruppen von Gleichgesinnten, z.B. aus dem selben Unternehmen. Man sollte aber immer wieder die Gelegenheit nutzen sich mit anderen intensiv auszutauschen und seinen Horizont zu erweitern. Das gleiche gilt für Vorlesungen, die vielleicht nicht direkt mit dem eigenen Aufgabenbereich zusammen hängen. Auch hier kann man, insbesondere durch Austausch mit den Dozenten, neue Sichtweisen und Ideen herausziehen, die die eigene Karriere langfristig weiterbringen.