Problemlösung durch Innovationen

14. August 2018

Internationale Zusammenarbeit im Zeitalter des digitalen Wandels

Erstellt von: Nick Lange

Nicht nur für private Unternehmen sind Innovationen in Zeiten der Digitalisierung und Globalisierung überlebenswichtig. Auch staatliche Einrichtungen, überall auf der Welt, haben mit den Veränderungen durch die Megatrends zu kämpfen. Nicht selten stehen die Institutionen vor augenscheinlich unlösbaren Problemen. Um den digitalen Wandel für private und staatliche Organisationen zu unterstützen und diese Probleme lösungsorientiert anzugehen, bietet die School of International Business and Entrepreneurship (SIBE) das Innovation Management Professional-Programm an.

Das Programm startete in diesem Jahr in Kooperation mit den Institutos Federais, den Bundesinstituten in Brasilien. In einem zeitlichen Rahmen von einem Jahr bearbeiten die teilnehmenden Mitarbeiter Innovationsprojekte in den verschiedensten Bereichen, um die Einrichtungen im digitalen Wandel voranzubringen.

Im Rahmen des Programmes besuchen die Mitarbeiter der Institute drei akademische Module. Zwei von deutschen Dozenten in Brasilien, zu den Themen Innovationsmanagement und Marktforschung und eines in Deutschland selbst, zum Thema Internationalisierung.

Eine Gruppe von 38 Mitarbeitenden der Institutos Federais führte bereits im Juli Ihr Modul in Deutschland durch. So besuchten sie Orte, an denen gezielt auf Innovationen hingearbeitet wird, zum Beispiel Universitäten. Auf der Agenda waren die Technische Universität München, die Hochschule Aalen und das Karlsruhe Institute of Technology vertreten. In München ergab sich für die Brasilianer die Möglichkeit, einen Eindruck vom universitätseigenen Inkubator und Accelerator „UnternehmerTUM“ zu gewinnen. Die Einrichtung unterstützt mit ihren Angeboten technologiebezogene Gründungen von der Idee bis hin zur Wachstumsphase.

Nachdem die Brasilianer in der Münchener Einrichtung einen ersten Eindruck von Innovationen in Startups gewinnen konnten, ging die Reise weiter nach Karlsruhe, zum InnoCampus der EnBW AG. Dort ist das Startup „Smight“ ansässig, welches smarte Straßenlaternen herstellt. „Smart“ deshalb, weil sie neben ihrer normalen Funktion als Beleuchtung, die Funktion einer Ladestation für Elektroautos erfüllen. Eine faszinierende Erfindung, die bereits auf einigen Straßen Brasiliens Anwendung findet.

Mit vielen interkulturellen Eindrücken und neuen Erfahrungen  machten sich die brasilianischen Gäste nach zwei Wochen Aufenthalt zurück auf den Weg in die Heimat. Dort sollen jetzt, mit dem neu erworbenen Wissen, zur Thematik „internationale Innovationen“, Impulse gesetzt werden, um die staatlichen Institutionen und damit das Land Brasilien weiterzubringen.